Meutern!

gemeinsam für ein

Bildungssystem

Du hast es satt, in Schule, Ausbildung oder Universität zu hocken, und deine Jugend mit schlechtem Unterricht, Leistungsdruck, Stress, nervigen Lehrer*innen zu verschwenden? Wir auch!

 

Deswegen haben wir Lernfabriken meutern Bremen gegründet. Wir sind Teil eines bundesweiten Bündnisses und machen in Bremen Workshops, Demos und Kreative Aktionen.

 

Willst du auch an deinem Lernort eine Gruppe gründen? Das ist genial! Schreib uns einfach an Gruppen@meutern-bremen.de

 

Hast du Fragen zum dem Bündnis? Check unser FAQ! Hier findest du auch unsere Texte zur Bildungsmisere, z.B. das Strategiepapier mit unseren Zielen!

 

Oder komm vorbei, wir treffen uns jeden Mittwoch an wechselnden Orten: An der Uni, in der Gesamtschüler*innenvertretung, in der Buchte, in der Hochschule. Bleibt über Facebook auf dem Laufenden und schreibt uns dort eure Ideen! Ihr könnt auch an info@meutern-bremen.de schreiben.

Wer wir sind und was wir wollen:

 

Das Bremer Bündnis "Lernfabriken... meutern", bestehend aus Schüler*innen, Studierenden und Auszubildenden, hat sich Anfang 2017 gegründet.

Der hier vorliegende Ziel- und Forderungskatalog für Bremen hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Vielmehr verstehen wir uns als ein offenes Bündnis. Kritiken, Anregungen und Denkanstöße sind ausdrücklich erwünscht. Unsere Treffen sind offen für alle Auszubildenden, Schüler*innen und Studierenden.

Die Forderungen sind nach generellen Zielen und Zielen für die spezifischen Lernorte Schule, Hochschulen und Ausbildung, bzw. Berufsschule gegliedert. Dabei haben wir versucht, bei den generellen Zielen jene Forderungen zusammenzufassen, die mehrere Lernorte betreffen. So wird man im Abschnitt Hochschulen vergeblich nach elternunabhängigem BAföG suchen, weil dieses bereits als generelles Ziel für alle Lernorte gefordert wird. Wir empfehlen beim anschließenden Lesen zunächst den generellen Teil zu lesen und sich dann dem Abschnitt zuzuwenden, der für eine*n persönlich von Interesse ist.

 

 

Wir fordern...

 

Selbstbestimmung und Selbstorganisation in den Lernorten (Schule, Uni, Berufsschule)

Das bedeutet für uns, dass wir als Individuen wahrgenommen werden, und die Bedürfnisse einer*s jeden im Zentrum stehen. Zur Selbstbestimmung gehört für uns, dass wir Inhalte an Lernorten und deren Zweck selbst gestalten, sowie bestimmen wie lange und wann wir uns in ihnen aufhalten.

Eine freiere und gerechtere Gesellschaft lässt sich nur erreichen, wenn alle, die darin leben, daran beteiligt sind. Deswegen ist es umso wichtiger, dass wir von klein auf lernen, wie wir gemeinsam Entscheidungen erarbeiten und unser Leben in der Gemeinschaft selbstbestimmt gestalten. Statt Scheinbeteiligung und Demokratie-Spielchen braucht es Räume, in denen sich die Lernenden miteinander austauschen können und wirkliche Gestaltungsmacht ihres Lernalltags erlangen.

 

Keine Brandmarkung von psychischen Leiden

Psychische Leiden dürfen nicht mehr an den Rand der Gesellschaft gestellt werden. Der Annahme, dass die betroffenen Menschen selber schuld seien, muss entschieden entgegengetreten werden.

Nicht alle psychischen Leiden sind Resultat des Lernalltags, jedoch ist der Stress und der Leistungsdruck in vielen Fällen das Zünglein an der Waage, wenn nicht sogar der Auslöser. Weniger Stress und Leistungsdruck ist für uns deshalb unumgänglich. Außerdem bedarf es mehr und besser aufgestellten Anlauf- und Beratungsstellen.

 

Mehr Streit in der Lehre

Das heißt für uns, dass es keine vorgefertigten Meinungen gibt. Die Autoritäten (Lehrer*innen, Professor*innen, Meister*innen) müssen kritisiert werden, sie können nicht entscheiden, was das Beste für uns ist. Sie folgen meistens, wenn auch oft unwissend, dem immer gleichen Prinzip von "dumme*r" Schüler*in und "allwissender" Lehrkraft. Nur durch die Überwindung dieses Autoritätsglaubens können wir mit Bildung ein gutes Leben und eine funktionierende Gesellschaft erreichen. Ziel darf es nicht sein, Menschen für den Kapitalismus und den Arbeitsmarkt zu formen, sondern ihr individuelle Entwicklung zu fördern. Dazu gehört es auch, sich mit dem System, in dem wir leben, kritisch auseinanderzusetzen. Der Fokus muss auf gesellschaftlich relevante Themen gelegt werden. Unsere Gesellschaft befindet sich permanent im Umbruch und modernisiert sich rasant, dies muss realisiert und in den Lehrplan aufgenommen werden.

 

Solidarisches Lernen und Lehren

Das jetzige Bildungssystem ist von Selektionsprozessen geprägt. Das meint, dass zuerst eine Einteilung in Oberschule und Gymnasium erfolgt. Später entscheiden die Abschlüsse, welche Ausbildung oder welches Studium erreicht werden kann. Auch an Berufsschulen und Universitäten entscheiden wieder Noten und Credit Points über die weitere Zukunft. Dieses System der Konkurrenz, des ständigen Gegeneinanders, lehnen wir ab.

Wir wollen nicht auf Grund von unserer Herkunft (sozial und ökonomisch) schon von Anfang an in "Erfolgreich" und "Schulabbrecher" sortiert werden, damit am Ende das meiste Kapital aus unserer Arbeit gezogen werden kann.

 

Ausfinanzierung des Bildungssystems

Wir wissen, dass wir im Hier und Jetzt immer auf Geld angewiesen sind. Das Bildungssystem muss ausfinanziert werden. Sanierungsstau und prekär beschäftigte Lehrkräfte verhindern gute Bildung von vornherein. Zusätzlich zu gut aufgestellten Lernorten müssen auch die Lernenden genug Geld haben. Hierfür braucht es ein bedingungsloses und elternunabhängiges BAföG für alle, das nicht zurückgezahlt werden muss.

 

Angebote, die auf die Bedürfnisse aller geflüchteten Menschen eingehen

Es ist niemandem geholfen, vor allem nicht denen, die vor Krieg und Elend geflohen sind, wenn Menschen in die Perspektivlosigkeit getrieben werden. Wir wollen mit allen gemeinsam und voneinander lernen. Zusätzlich fordern wir hier explizit ein sofortiges Ende aller Abschiebungen!

 

Inklusion, die Alle inkludiert

Die jetzige “Inklusion“ gleicht höchstens einer halbherzigen Integration. Menschen mit Beeinträchtigung sitzen zwar im selben Zimmer wie Menschen ohne Beeinträchtigung, werden jedoch nicht gleich behandelt. Dies liegt an der völligen Überforderung der unvorbereiteten Lehrenden und Assistenti*nnen. Die Assistent*innen betreuen außer den Betroffenen noch andere Menschen und können sich dadurch kaum um ihre eigentlichen Aufgaben kümmern. Dabei sind solche Assistent*innen notwendig um die Betroffenen effektiv zu unterstützen. Ein Schritt in die richtige Richtung wäre die bessere Vorbereitung der Lehrenden, die Schaffung von ausreichenden Assistenzstellen und das Senken des allgemeinen Leistungsdrucks. Zudem darf Inklusion kein Sondermerkmal sein, sondern muss eine Selbstverständlichkeit werden.

 

Keine Reproduktion von Geschlechterrollen

Niemand in unserer Gesellschaft ist frei davon, Sexismus und Rollenbilder immer wieder zu erneuern. Jedoch müssen Lehrende so wie Lernende für diese Thematik sensibilisiert werden, so dass es der allgemeine Anspruch ist, einen diskriminierungsfreien Raum zu schaffen, in dem jede*r sich wohlfühlt. Es bedarf dafür sowohl spezieller Schulungen für Lehrkräfte als auch einer geschlechter-sensiblen Pädagogik.

 

 

Weiter gehts mit den Forderungen von Schüler*innen, Auszubildenden und Studierenden

 

 

Wir wollen im Hier und Jetzt Strukturen schaffen, um uns gemeinsam in und gegen Lernfabriken zu organisieren. Wir wollen solidarisch miteinander umgehen anstatt in Konkurrenz zueinander zu stehen. Konkurrenz beginnt in unseren Köpfen, zusammen können wir sie umgehen: Schließen wir uns zusammen und nutzen die Lücken im System. Lasst uns spicken, abschreiben, schwänzen und zusammen dem Leistungsdruck entgehen. Wir haben keinen Bock darauf, dass die Noten die uns aufgedrückt werden unser Selbstwertgefühl bestimmen. Wir wollen nicht mit Zahlen vergleichbar gemacht werden. Wir lassen uns weder von Lehrer*innen, noch von Meister*innen, noch von Professor*innen vorschreiben, wie wir zu lernen und zu leben haben.

 

Organisiert und solidarisiert euch mit uns!

Jetzt heißt es Lernfabriken meutern!

Für ein besseres Heute und ein freies Morgen!

 

 

Impressum

Angaben gemäß § 5 TMG:

Tom Robin Hoffmann

Schweersweg 17

28277 Bremen

 

Kontakt:

 

Telefon:

015755206578

E-Mail:

robbie34@hotmail.de

 

Verantwortlich für den Inhalt nach § 55 Abs. 2 RStV:

Tom Robin Hoffmann

Schweersweg 17

28277, Bremen

 

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