Studis

Was wir wollen

 

Keine Anwesenheitspflicht

Den Sinn des Studiums sehen wir im Wissenserwerb, den jedes Individuum für sich selbst einschätzen und verfolgen sollte. Anwesenheitslisten zwingen uns in langweilige Seminare, erschweren das Verdienen des Lebensunterhalts neben dem Studium und hindern uns daran, uns um unsere Kinder oder pflegebedürftigen Mitmenschen zu kümmern. Auch wenn es die Qualität der Lehre kein bisschen verbessert, halten viele Dozent*innen dennoch an der Anwesenheitspflicht fest. Es sollte darum gehen, möglichst vielen Menschen das Studieren zu ermöglichen, und nicht jeder* und jedem* Steine in den Weg zu legen. Seid solidarisch und klaut die Unterschriftenlisten bis diese Forderung der völligen Abschaffung der Anwesenheitslisten durchgesetzt ist!

 

Selbstbestimmtes Lernen

Wie bereits anfangs erwähnt ist für uns selbstbestimmtes Lernen einer der wichtigsten Bausteine für die Gestaltung von Lernorten. Studierende sind ein essentieller Teil des wissenschaftlichen Betriebs, aber bei Entscheidungen in Hochschulgremien sind sie dennoch der professoralen Mehrheit unterworfen. Wir wollen basisdemokratisch Inhalte, Personalentscheidung (etwa Berufung von Professor*innen) und Verwaltung dieser wirklich mitentscheiden und nicht nur als unterrepräsentierte Beisitzer dabei sein. Darüber hinaus sind studentische selbstorganisierte Seminare zu stärken und zu fördern.

 

Ent-Schulung des Studiums

In der Uni und der Hochschule sollte es um Wissenschaft um des Wissens willen gehen. Wir sehen keinen Grund den wissenshungrigen Menschen jedweden Spaß am Studieren zu nehmen, indem man ihnen Pflichtkurse und vorgefertigte Stundenpläne vorsetzt. Wir wollen als selbstbestimmte Individuen wahrgenommen werden.

 

Bologna reformieren

Wir wollen massive Änderungen im Bologna System. An den Hochschulen sollte das Wissen im Mittelpunkt stehen, mit Credit-Points aber rückt dieses in den Hintergrund. Es geht um eine bestimmte Anzahl von Punkten, die im Laufe eines Studiums erreicht werden muss, und um ein bestimmtes Maß an Arbeitsstunden je Punkt. Welche Inhalte relevant sind, wird nicht hinterfragt, Prüfungsleistungen wie Hausarbeiten teilweise nur eingeführt, damit der Arbeitsaufwand vergleichbar wird. Daneben muss die Regelstudienzeit abgeschafft werden, denn sie wirkt zusätzlichen Druck auf Studierende aus und wird als Begründung genutzt um Sanktionen, wie Langzeitstudiengebühren, zu rechtfertigen. Eine weitere wichtige Forderung in dem Zusammenhang ist, dass Master/Diplom/Magister zu einem Regelabschluss werden. Der Bachelor ist nur ein zusätzlicher Abschluss mit dessen Hilfe weiter selektiert wird und später im Berufsleben Lohnkürzungen begründet werden.

 

 

Abschaffung der Studiengebühren

Ob "normale" Gebühren oder Langzeitgebühren sind dabei egal. Niemand sollte dafür zahlen müssen, sich Wissen aneignen zu wollen. Das einzige was bewirkt wird, ist eine Vorsortierung in Menschen die sich das Studieren leisten können, und die, die eben ganz daran scheitern oder später am Druck zerbrechen, weil sie nicht lohnarbeiten und studieren gleichzeitig können. Wir sprechen uns auch gegen die Erhöhung der Verwaltungsgebühren aus.